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Shilajit Inhaltsstoffe: 85+ Mineralien & Spurenelemente im Detail – Ratgeber shilajitkaufen.com

Shilajit Inhaltsstoffe: 85+ Mineralien & Spurenelemente im Detail

Sep 15, 2025

Redaktion shilajitkaufen.com

Kurz gesagt: Shilajit besteht zu einem Großteil aus Huminstoffen – vor allem Fulvinsäuren und Huminsäuren – sowie aus über 80 Mineralien und Spurenelementen in überwiegend geringen Mengen. Dazu kommen organische Verbindungen wie Dibenzo-α-Pyrone und Aminosäuren. Die genaue Zusammensetzung schwankt je nach Herkunft und Charge – weshalb seriöse Anbieter jede Charge im Labor analysieren lassen.

Woraus besteht Shilajit? Der Überblick

Shilajit entsteht über Jahrzehnte aus humifiziertem Pflanzenmaterial im Hochgebirge – den Prozess beschreiben wir im Artikel Wie entsteht Shilajit?. Das Ergebnis ist ein komplexes Stoffgemisch, dessen Zusammensetzung in Übersichtsarbeiten (u. a. Carrasco-Gallardo et al., 2012) grob so beschrieben wird:

  • 60–80 % Huminstoffe: Fulvinsäuren, Huminsäuren und Humine – die charakteristische Stoffklasse des Harzes
  • Mineralische Bestandteile: über 80 Mineralien und Spurenelemente, eingebunden aus dem Ausgangsmaterial und dem umgebenden Gestein
  • Organische Begleitstoffe: Dibenzo-α-Pyrone (DBP) und deren Chromoproteine, Aminosäuren, geringe Mengen an Lipiden und weiteren Pflanzenstoffen

Die oft zitierte Zahl „85+ Mineralien“ stammt aus Analysen verschiedener Herkünfte. Wichtig zur Einordnung: Die meisten dieser Elemente liegen nur in Spuren vor. Ernährungsphysiologisch nennenswerte Mengen erreichen – je nach Charge – nur wenige Mineralstoffe, dazu unten mehr.

Huminstoffe: Fulvinsäuren und Huminsäuren

Huminstoffe sind das Gerüst von Shilajit. Sie entstehen beim mikrobiellen Abbau organischen Materials und kommen auch in Böden, Torf und Gewässern vor. Üblich ist die Einteilung nach Löslichkeit:

  • Fulvinsäuren: niedermolekular, wasserlöslich über den gesamten pH-Bereich – in gereinigtem Shilajit der größte Einzelanteil. Der Fulvinsäuregehalt dient in der Praxis als Qualitäts- und Standardisierungsmerkmal: Er zeigt, wie sorgfältig gereinigt und wie konzentriert eine Charge ist. Ausführlich erklärt im Beitrag Fulvinsäure: Das wichtigste Qualitätsmerkmal.
  • Huminsäuren: höhermolekular, nur im alkalischen Milieu löslich – mehr dazu im Artikel Huminsäuren in Shilajit.
  • Humine: unlösliche Fraktion, in gereinigtem Harz nur noch in Resten enthalten.

Mineralstoffe und Spurenelemente: Was steckt in einer Tagesdosis?

Konkreter als Elementlisten sind Analysewerte pro Tagesdosis. Als Beispiel die typischen Chargenwerte eines gereinigten, laborgeprüften Harzes bei 0,9 g Tagesdosis – angegeben in Prozent der Nutrient Reference Values (NRV, Referenzmenge für die tägliche Zufuhr):

Mineralstoff % NRV pro 0,9 g Tagesdosis Zugelassene Aussage zum Mineralstoff (EU-Register)
Magnesium 108 % Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung sowie zu einer normalen Muskelfunktion bei
Calcium 72 % Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt
Mangan 34 % Mangan trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
Eisen 31 % Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper und zu einer normalen kognitiven Funktion bei
Selen 23 % Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei

Zwei Dinge sind hier entscheidend: Erstens beziehen sich diese zugelassenen Aussagen ausschließlich auf die jeweiligen Mineralstoffe – nicht auf Shilajit als Ganzes. Für Shilajit selbst sind in der EU keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen. Zweitens gelten die Werte immer nur für die konkrete analysierte Charge: Ein Produkt ohne Chargenanalyse kann deutlich andere – auch deutlich niedrigere – Gehalte haben.

Daneben enthält Shilajit Spuren zahlreicher weiterer Elemente, darunter Kalium, Zink, Kupfer, Molybdän und Silizium – in Mengen, die ernährungsphysiologisch meist keine Rolle spielen.

Dibenzo-α-Pyrone und weitere organische Bestandteile

Neben den Huminstoffen beschreibt die Fachliteratur eine Gruppe kleiner organischer Moleküle als charakteristisch für Shilajit: die Dibenzo-α-Pyrone (DBP), teils frei, teils an Proteine gebunden (DBP-Chromoproteine). Sie gelten als eine Art chemischer Fingerabdruck echten Shilajits und werden in der Forschung als Markerverbindungen genutzt. Dazu kommen Aminosäuren, geringe Mengen organischer Säuren und Reste pflanzlicher Ausgangsstoffe. Die Forschung zu diesen Verbindungen ist überwiegend präklinisch – also nicht auf den Menschen übertragbar – und reicht für zugelassene Gesundheitsaussagen nicht aus. Einen Überblick über den Forschungsstand gibt der Artikel Shilajit Studien im Überblick.

Warum die Zusammensetzung von Charge zu Charge schwankt

Shilajit ist kein synthetisch standardisiertes Produkt, sondern ein Naturstoff. Seine Zusammensetzung hängt ab von:

  1. Herkunftsregion und Höhenlage – Gestein und Vegetation prägen das Mineralstoffprofil
  2. Fundstelle im Detail – selbst benachbarte Täler liefern unterschiedliche Rohware
  3. Reinigungsverfahren – Filtration und Eindickung beeinflussen Fulvinsäuregehalt und Reinheit
  4. Charge – auch beim selben Anbieter unterscheiden sich Erntezeitpunkte und Rohwarenlose

Genau deshalb ist die Chargenanalyse der einzige belastbare Beleg dafür, was tatsächlich im Glas ist. Wie Sie ein Analysezertifikat lesen, erklären wir auf der Seite Labortests & Qualität.

Was NICHT drin sein sollte

Zur ehrlichen Inhaltsstoff-Betrachtung gehört auch die Kehrseite: Als Naturprodukt aus dem Gestein kann Shilajit unerwünschte Elemente aufnehmen – vor allem Schwermetalle wie Blei, Arsen, Cadmium und Quecksilber. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Mumijo-Produkte wiederholt wegen erhöhter Schwermetallgehalte aufgefallen sind. Ein seriöses Produkt bringt daher pro Charge ein Analysezertifikat mit, das die Einhaltung der EU-Grenzwerte belegt. Wie Sie ein solches Zertifikat prüfen und Fälschungen erkennen, zeigen die Beiträge Shilajit & Schwermetalle und Echtes Shilajit erkennen.

Laborgeprüftes Shilajit ansehen: Sie wollen wissen, was drin ist – schwarz auf weiß? Vitadote® Shilajit Harz 30g (76–83 % Fulvinsäure, COA je Charge) oder Vitadote® Shilajit Tabletten 120×200mg – geschmacksneutral und exakt dosiert.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Inhaltsstoffe hat Shilajit?

Hauptsächlich Huminstoffe (Fulvinsäuren, Huminsäuren), dazu über 80 Mineralien und Spurenelemente in überwiegend geringen Mengen sowie organische Verbindungen wie Dibenzo-α-Pyrone und Aminosäuren.

Wie viel Fulvinsäure enthält Shilajit?

Das hängt von Herkunft und Reinigung ab. Gereinigte, standardisierte Harze weisen ihren Gehalt per Laboranalyse aus – er dient als Qualitäts- und Reinheitsmerkmal, nicht als Wirkversprechen.

Enthält Shilajit Eisen?

Ja, von Natur aus – in der Beispiel-Analyse oben rund 31 % NRV pro 0,9-g-Tagesdosis. Menschen mit Eisenspeichererkrankungen sollten die Einnahme deshalb vorab ärztlich abklären.

Ist Shilajit vegan?

Shilajit entsteht überwiegend aus pflanzlichem Material und wird nicht aus Tieren gewonnen. Ausführlich beleuchten wir die Frage im Beitrag „Ist Shilajit vegan?“.

Sind Schwermetalle in Shilajit ein Problem?

Sie können es sein – vor allem bei ungereinigter Rohware ohne Laborprüfung. Kaufen Sie nur Produkte mit aktuellem Chargen-Analysezertifikat, das die EU-Grenzwerte belegt.

Warum unterscheiden sich die Analysewerte verschiedener Anbieter?

Weil Herkunft, Rohware und Reinigungsverfahren variieren. Vergleichbar sind nur laborbestätigte Werte pro Charge – nicht pauschale Marketingangaben.

Quellen & weiterführende Literatur

  • Carrasco-Gallardo, C. et al. (2012): Shilajit: A Natural Phytocomplex with Potential Procognitive Activity. International Journal of Alzheimer's Disease (Übersichtsarbeit zur Zusammensetzung; überwiegend präklinisch – nicht auf den Menschen übertragbar). PubMed-Suche
  • Stohs, S. J. (2014): Safety and efficacy of shilajit (mumie, moomiyo). Phytotherapy Research (Sicherheitsübersicht, auch zu Verunreinigungen). PubMed-Suche
  • Meena, H. et al. (2010): Shilajit: A panacea for high-altitude problems. International Journal of Ayurveda Research (Übersichtsarbeit, überwiegend präklinisch – nicht auf den Menschen übertragbar). PubMed-Suche
  • EU Register on Nutrition and Health Claims (zugelassene Aussagen zu Magnesium, Calcium, Mangan, Eisen, Selen). ec.europa.eu

Dieser Artikel dient der neutralen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft oder Stillzeit sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

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